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Flug über den Grand Canyon |

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Unser
Tag begann heute mit dem Highlight unseres Urlaubs – unserem Flug über den
Grand Canyon. Wir hatten vorab bei der Firma Papillon im Internet gebucht und
zwar die Grand Canyon Discovery Airtour – mit einem speziellen Flugzeug. Die
dauert vonn Tusayan aus ca. 45 Minuten und kostet 89$ pro Person zzgl. 10$
Treibstoffaufschlag. Papillon vertreibt die Flugzeugtouren zwar in eigenem
Namen, durchgeführt werden Sie von Grand Canyon Airlines (ein Terminal weiter).
Nach dem Check-In gings dann gemeinsam mit einer Gruppe Deutscher los. Das
Flugzeug hat die Tragflächen oben, so dass man freie Sicht nach unten hat. Wir
saßen allein in der ersten Reihe direkt hinter dem Pilot. So eine kleine
Machine wackelt schon ganz schön aber nach dem Abheben wurden wir durch einen
aufklarenden Himmel und den Grand Canyon nach Sonnenaufgang belohnt – ein
wahnsinniger Anblick!
Der
Flug ging vom South Rim über den Canyon, entlang am North Rim und wieder
zurück. Man konnte den Colorado River sehen und ein wenig aus der begleitenden
Erläuterung (in Deutsch verfügbar) lernen. Nach dem Flug haben wir dann
ausgecheckt und im Internetcafe unseren Bericht von gestern hochgeladen. Die
Red Feather Lodge in Tusayan bietet außer der geringen Entfernung zum Grand
Canyon eigentlich nicht viel.
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Noch einmal zurück in den Park |

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Danach
gings aber schnell wieder in den National Park – nicht dass die Schlange wieder
Dimensionen animmt wie gestern. Wir hatten Glück und kamen noch gut durch.
Geparkt haben wir wieder westlich des Villages, weil wir den Trail entlang der
Hermits Road laufen wollten – zumindest ein bisschen davon. Wir fuhren also bis
zum Mohave Point mit dem Shuttle und liefen los.
Ein
sehr einfacher Weg entlang des Rims, wo man immer den Ausblick genießen kann.
Man kommt hier sehr schnell voran und so wanderten wir über die einzelnen
Aussichtspoints zurück zum Village. Dort hatten wir am Bahnhof geparkt – den
Zug haben wir beim Wandern zwar oft gehört, jedoch nicht gesehen. Am Hopi Point
hat man einen schönen Ausblick auch auf einen Stück blau grünen Colorado und
hier soll man abends einen schönen Blick auf den Canyon bei Sonnenuntergang
haben. Am Powells Point ist u.a. auch eine Gedenktafel / Infos zu Powell.
An
dieser Stelle möchte ich gern ein paar Worte zum Grand Canyon National Park
verlieren.
Der
Grand Canyon National Park ist eine gänzlich andere Welt als die National
Parks, die wir gesehen haben – zumindest haben wir ihn an diesem überfüllten
Wochenende so erlebt. Die Landschaft ist unbetritten herrlich und imposant aber
der Park ist extrem auf den Massentourismus ausgelegt. An einsamen Wanderungen
war kaum jemand interessiert: Raus aus dem Auto (optional), Foto, weiter. Das
war wie Natur im Zoo anzusehen. Wir hatten leider keine Zeit, den Park weiter
zu erkunden, eine lägere Wanderung in den Canyon hätte diesen Eindruck sicher
etwas aufgehellt. Wir würden daher jedem empehlen, diesen Park 1) zu Beginn der
Reise als ersten Park anzugehen, 2) nicht an einem Wochenende oder Feiertag
hinzufahren und 3) genug Zeit für den spektakulären Canyon einzuplanen.
Nachdem
wir Zion, Bryce, Capitol Reef und Canyonlands gesehen hatten war der Grand
Canyon nichts neues oder absolut überwältigendes mehr für uns. Anders herum
wäre das sicher ander gewesen.
Aber
von den persönlichen Eindrücken mal abgesehen hat es sich uns nicht ganz
erschlossen, warum man hier 25$ bezahlt um dann mit einem 3 Tonnen schweren
Auto 3 Punkte abzufahren, dort in Badelatschen vor die Autotür zu treten (wie
gesagt, optional), ein Foto zu machen und weiterzudampfen. Dafür ist doch so
ein Park zu schade, aber genau dafür ist dieser Park ausgelegt.
Das
Interessante an diesem ganzen Thema ist, dass wir das genauso vorhergesehen
hatten. „Grand Canyon“ war für uns eine Notlösung. Wir wussten, wir würden an
einem der publikumsreichsten Feiertag dort sein und wir wussten, wir würden
„schon genug Steine“ gesehen haben. Aber ein paar Kompromisse muss man auf so
einer Reise machen. Dass wir San Diego und Yosemite nicht gesehen haben sind
z.B. ein paar davon, unser Abstecher zum Grand Canyon ein anderer. That´s Life!
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Die letzte Etappe |

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Gegen
12:00 verließen wir den Grand Canyon auch mit ein bißchen Wehmut, denn es war
unser letzter Nationalpark, den wir uns angesehen haben. Insgesamt waren es
dann acht National Parks und 2 State Parks.
Nun
ging es wieder auf in eine trubelige Stadt, wo wir unsere letzten Tag
verbringen werden.Wir fuhren zunächst die 64 um bei Williams dann auf die
Interstate 40 zu kommen. Hier fuhren wir dann auch Ewigkeiten. Versüßt wurde
die Fahrt durch einen Stopp bei Jack’n the Box und einen Becher Kaffee, der
meist so heiß war, dass man ihn erst nach ca. 50 Meilen trinken konnte.
Jack
in the Box ist einer der Burgerbuden, die wir eigentlich alle testen wollten –
was aber in unsere Zeit nicht wirklich zu schaffen ist (wir wollen ja auch
nicht jeden Tag Burger essen). Die Burger mit Ciabattabrötchen werden frisch
zubereitet, d.h. man zieht eine Nummer und wartet bis man aufgerufen wird bis die
Burger, Pommes… fertig sind. Das Warten lohnt sich – schmeckt gut. Ein
Innenarchitekt hätte dagegen hier eine Menge Arbeit – was finden die hier nur
an diesem Puff-Rosa?
Um
die Fahrt ein wenig aufzuheiter, hat mir Alex alles wichtige aus unserem Las Vegas
Reiseführer vorgelesen. In dem waren die verschiedenen Spiele kurz erläutert
und auch die Freizeitmöglichkeiten (und davon gibt es sehr viele). Auch wissen
wir jetzt alles über das Elvis-A-Rama und die Slotmaschinenindustrie.
Kurz
vor Kingman war dann unser Tank ziemlich leer. Dank unseres TomTom und der
gandenlosen Tankdokumentation konnte ich eine ziemlich genaue Restspritmenge
errechnen, die noch zu Tanken wäre … 6 Gallonen. Dabei dachte ich an ein
bestimmtes Formel 1 Rennen, in dem Barichello beim Brasilien-Grand-Prix eine
Runde vor Schluss in Führung liegend mit leerem Tank ausgeschieden war.
Als
wir bei Kingman hätten auf den Highway 93 Richtung Norden abbiegen sollen, wurde
schon in großen Leuchtreklamen der etwa einstündige Stau am Hover-Dam beworben.
Da Trucks und sonstige lange Fahrzeuge ohnehin nicht über den Hover-Dam kommen
war die entsprechende Umleitung gut ausgeschildert: die Highways 68, 163 und 95
über Laughlin. Dort gibt es offenbar wirklich einen schönen Strand am dort
aufgestauten Colorado-River.Gegen den Lake Isabella war das dort ein Paradies.
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Viva Las Vegas |

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Endlich
wurde aus der Ferne Las Vegas sichtbar – gut zu erkennen an den Casions am
Strip. Wir sind nicht abends reingefahren, wo schon alles blinkte und heute am
Memorial Day und auch das erste Mal war das auch ganz gut so (vor allem für die
Orientierung). Wir sind, bis wir zum Strip kamen auch bereits an den Shopping
Malls und Food Malls vorbeigekommen, die wir auch auf dem Programm stehen
haben. Am Strip war dann die Hölle los – auf den Bürgersteigen rollten die
Menschenmassen auf der Straße die Blecklawine. Mike hat das aber sehr gut
gemeistert und wir mußten zum Glück auch nicht so weit zum Bally’s fahren, das
wir schon sehen konnten. Den Parkplatz bzw.das Parkhaus , wenn man von rechts
kommt ist es auch ganz gut zu finden. Bally’s nutzt die Parking Garage des
Paris mit. Wir nutzten direkt auch das Selfparking, stellten unseren Wagen ab
und machten uns auf zum Check In.
Was
uns dann dort erwartete ist schwer zu beschreiben, es klingelte, leuchtete
überall, es wurde gespielt. Etwas orientierungslos und benommen schauten wir
uns erst einmal um und entdeckten schließlich auch den Check in Schalter. Die
Schlange war auch nicht so groß und wir bekamen auch ein Zimmer im neuen Anbau.
Hier wurde uns dann auch erklärt, wie man zu diesen Zimmern gelangt. Aber das
muss man wirklich gesehen haben – da kann man noch so viel darüber gelesen oder
gehört haben, aber es ist für uns zumindest eine völlig andere Welt.
Das
Zimmer hier ist toll – sehr geräumig mit Blick auf die Mono-Rail und das
Flamingo (von der Seite).
Nach
kurzer Verschnaufspause und kurzer Überlegung ging es dann auf in den Trubel.
Zuvor haben wir aber noch nach dem Pool gesehen. Zunächst ging es zum Bellagio,
wo alle 15 min die Wasserspiele mit unterschiedlichen Melodien angeworfen
werden. Sieht im Dunkeln super toll aus – hier wollen wir morgen abend mal eine
ganze Show ansehen. Das Bellagio ist etwas edler ausgestattet als das Bally’s,
aber ansonsten ist es hier im Prinzip gleich. Die Casinos unterscheiden sich
lediglich in ihren Themenparks und Fassaden, was aber sehr sehr sehenswert
ist!! Weiter ging es zum Caesars Palace, das an das alte Rom angelehnt ist.
Da
wir nun dann doch etwas hungrig waren, ging es weiter durch die Casinos, jedoch
auch mit dem Gedanken irgendwo etwas zu Essen. Ich hatte gelesen, dass es im
Aladdin einen Food Court gab, also war unser nächster Anlauf das Aladdin. Hier
sind wir nicht durch das Casino sondern durch die Desert Passage – das
Einkaufszentrum des Aladdin ist in unterschiedlichen europäischen und
afrikanischen Stadtbildern nachgebaut. Man kann sogar meinen der Himmel wäre
echt. Hier fanden wir auch ein mexikanisches Restaurant. Gesättigt und auch
ziemlich müde von dem langen Tag schauten wir uns noch im Paris die Spieltische
und die Mindesteinsätze an um zu sehen, ob wir vielleicht auch unser Glück
versuchen können. Hier ging der Mindesteinsatz ab 10$ beim Roulette los und als
Anfänger wollten wir dann doch nicht direkt so „dick“ einsteigen ;-).
Wir
haben gelesen, in der Fremont Street kann man schon für weniger spielen – da
schauen wir morgen dann mal!
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Wrap up |

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Gefahrene Meilen: 315
Hotel: Bally´s Las Vegas (Da schau her, ein Palast
von Zimmer – immer nach den neuen Zimmern fragen!).
Eindrücke Alex: Der Flug über den Grand
Canyon war wunderschön und ein tolles Erlebnis! Der Grand Canyon war zwar total
überfüllt, aber bei der Wanderung entlang des Rims begegneten uns nur eine
Handvoll Menschen und so hatten wir dann doch meistens die Aussicht für uns
alleine. Die Fahrt nach Las Vegas kam mir endlos vor, ich war aber die meiste
Zeit durch vorlesen abgelenkt. Vor Las Vegas stieg dann
das Kribbeln im Bauch und auch die Aufregung – finden wir den Parkplatz! Hat
alles gut geklappt und ich bin immer noch ganz benommen von dem vielen
Lichtern, Klingeln und Rattern und dem trubeligen Leben – das uns nun die
nächsten Tage noch begleiten wird.
Eindrücke Mike: Auch mir hat der Flug
über den Grand Canyon sehr gut gefallen. Man bekommt direkt Lust, da hinunter
zu steigen. Vielleicht machen wir das auch irgendwann einmal. Dann nehmen wir
uns definitiv mehr Zeit mit. Die Fahrt war sehr lang,
ereignislos und anstregend. Je tiefer man vom 2000m hohen Grand Canyon kommt
umso stärker wird die Sonne. Es war feiertagsbedingt viel los und wir mussten
ein Umleitung um den Hover Dam suchen. Naja, wir sind ja angekommen und es ist
auch noch ein Tropfen Benzin im Tank ;-) Las Vegas: Ich hasse
großen Mengenmengen wie die Pest. Ich hasse grosse Städte mit dem Auto wie die
Pest. Ich hasse Gebimmel und Geblinke wie die Pest. Aber hier habe ich mich auf
Anhieb wohlgefühlt. Die Stadt gefällt mir. Komsich irgendwie, es ist alles
übertrieben und kitischig, laut und nervös, aber ist es gefällt mir. Wer aber
denkt, in Las Vegas gäbe estwas güstiges (weil ja die Casions Gäste anlocken
wollen), die ist wohl in Las Vegas, New Mexico gelandet. Wir haben jedenfalls
mal eine Tasche voll Coupon gesammelt, mal sehen, wozu es noch gut ist.
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