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Auf Wiedersehen Moab |

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Und
täglich grüßt das Murmeltier. In „Bates Motel“ ist das die immer wieder
brummende Klimaanlage des Nachbarn. Die Chefin blieb auch weiterhin der
Meinung, dass ein ruhiger Schlaf nicht im Zimmerpreis inbegriffen sei. Bei
Auschecken hatte sie aber noch Mitleid mit mir und meinen kleinen Äuglein. 10
Dollar Rabatt auf den letzten Tag … zumindest etwas!
Heute
sollte ein ruhiger Tag werden. Besonders für unsere Beine, unsere Knie, unsere
Haut und unsere Kamera – der vorletzte Fahrtag mit der Königsetappe von Moab
nach Page am Lake Powell.
Gestartet
sind wir wieder im Mondo um unseren Bericht hochzuladen und einen guten Kaffee
einzunehmen. Tip: Man bestelle statt Amerikano den House-Kaffee. Der kostet die
Hälfte und Refills gibt’s für 50ct. Hier wurde auch von einem Gast berichtet,
das der gestern schon angekündigte Wind fast ihr Zelt weggeblasen hätte.
Danach
machten wir uns auf den Weg, von dem wir uns nicht sooo wahnsinnig viel
versrpochen hatten – diese Erwartungs wurde auch in großen Teilen erfüllt.
Deshalb berichten wir heute auch von der ein oder anderen komischen
Begebenheit. Nach ein paar Kilometer kamen wir z.B. an einem Schild vorbei, das
besagte, wir hätten jetzt mit „Deer Suicide“ zu rechnen. Tja, was soll man dazu sagen? Wir
haben jedenfalls keine lebensmüden Rehe gesehen.
Was
auch immer in unseren Augen sehr komisch ist, dass auf kerzengerader Strecke
plötzlich Schilder ankündigen, dass nun (wenn man der Interpretation des
Schildes glaubt) nun eine wahnsinns Kurve kommen muss (fehlen eigentlich nur noch
die Ampeln, die Achtung blinken) und man mit höchster Vorsicht zu fahren hat.
Am Horizont taucht dann oft nur ein kleiner Knick in der Straße auf und das war
es.
Wir
fuhren also den Highway 191 Richtung Süden und kamen durch Monticello, Blanding
und Bluff. Allesamt „Siedlungen“, die nichts zwangsläufig auf unsere
Wunschliste für den nächsten Trip kämen. Bei Bluff schlugen wir dann zum ersten
mal die Richtung „Westen“ ein und zwar auf die Route 161 Richtung Monument
Valley. So langsam nahm der Wind auch richtig zu.
Beim
Mexican Hat fuhren wir ein paar Meter auf der Schotterpiste um den Stein herum
… einen Sombrero konnte ich aber keinen erkennen (Alex angeblich schon). Direkt
hinter dem Dorf, das nach dem Stein benannt ist, fanden wir dann einige freilaufenden
Esel, die da in der Prärie alleine unterwegs waren.
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Das Monument "Sansturm" Valley |

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Je
weiter wir Richtung Monument Valley kamen umsomehr nahm der Sturm zu. Außerdem
war es ziemlich diesig/sandig. Man konnte kaum von einem Butte zum nächsten
schauen. An der Ausfahrt zum Monument Valley State Park war der Sandsturm dann
so stark, dass ich Angst bekam, er würde den guten Trailblazer sandstrahlen.
Man konnte kaum das vor uns fahrende Auto erkennen. Das hätte auch ruhig das
Licht einschalten können!
Jedenfalls
haben wir dann beschlossen, nicht in den State Park zu fahren. Dort fährt man
auf Schotterpisten. Um zu beratschlagen hatten wir neben der Straße gehalten
und den Untergrund versehentlich als „stabil“ beurteilt. Hier war ich wirklich
froh, dass wir Allrad hatten – mit 2 WD wären wir aus dem Sand nicht mehr herrausgekommen.
Wenn das mitten im Sandsturm im State Park passiert wäre, weil wir von der
Piste abgekommen wären … dumm gelaufen. Außerdem konnte man kaum etwas
monumentales im Valley erkennen. Dazu kam dann noch: Bei der Fahrt auf der 161
hatten wir schon einige Buttes gesehen und unserer Bedarf an Steinen schienen
mitlerweile gesättigt.
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Weiter nach Page |

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Wir
fuhren also weiter Richtung Page. In Kayenta wollte ich gern einen Kaffee haben
und wir hielten bei Burger King an. Als ich wieder im Auto war, hätte ich eine
Dusche gebraucht. Alles voller Sand. Da ich gestern nicht mit der langen Fahrt
zum Canyonlands NP gerechnet hatte, kamen wir nicht mehr ganz bis Page mit
unserer Tankfüllung so dass wir auf der 98 in Kaibeto abfahren mussten zum
Tanken. Hier habe ich dann locker 20 Minuten in Sandsturm verbracht bis ich
geschnallt hatte, dass der der Halter des Tankrüssels der „Hebel“ war, den ich
„ziehen“ sollte. Als ich das Ding nach oben geklappt hatte, wollte auch Sprit
fliessen. Hier war das Benzin übrigens 10ct billiger als später in Page.
Zwischenzeitlich
waren uns auch einige Strohbündel vor den Kühler geflogen, wie man sie immer in
Western sieht, bevor die Gerippe von toten Büffleln und Cowboys ins Bild kommen
(oder auch direkt vor einem Duell).
Weiter
gings zum Antelope Canyon. Die Uhr in unserem Auto zeigte 14:45 an. Das
bedeutet hier folgendes: In Utah war es 14:45. Arizona liegt eigentlich auch in
der gleichen Zeitzone wie Utah, hat jedoch keine Sommerzeit. Wir waren aber ja
noch in der Navajo Nation und die haben entgegen dem Staat Arizona sehrwohl
Sommerzeit. Deshalb hätte wir jetzt um 15:00 Uhr eine Stunde um Canyon sein
können und trotzdem um 15:00 im Hotel ankommen können. Alles klar?
Der
mit „Lower Antelope Canyon“ gekennzeichnete Eingang war geschlossen. Bei der
Kassenstation des „Upper Antelope Canyon“ führte ich die folgende kleine
Konversation mit der „überfreundlichen“ Kassierin: „Was können wir heute
sehen?“ Sie gab mir eine Karte für beide Canyons und sagte: „Das können Sie
sehen.“ Ich fragte „Trotz des Wetters?“, sie „kein Problem, es ist ein Canyon“,
darauf wieder ich „Wie sieht es mit dem Lower Canyon aus?“, sie „der ist
geschlossen!“, „warum?“, „wegen des Wetters!“, „was kostet das dann heute?“,
„beide Canyons: 36 Dollar pro Person, zahlen Sie mit Karte?“. Allerbesten Dank!
Da es ja noch früh am Tag und wirklich windig war und wir uns das in diesem
schönen Canyon für die viele Kohle (fast so viel wie für alle Nationalparks
zusammen!) nicht antun wollten, fassten wir den folgenden Plan: Wir wollten zum
Hotel fahren, dort schauen, wie das Wetter morgen sein würde. Nur wenn es
regnen sollte (einziges schlechteres Wetter als heute) würden wir heute noch
einmal wiederkommen.
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Glen Canyon Dam |

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Im
Hotel waren wir natürlich zu früh – das Zimmer war nicht fertig und morgen soll
es schönes Wetter geben. Also kein Zimmer und kein Antelope Canyon. Wir fuhren
also weiter zum Glan Canyon Dam, der den Lake Powell aufstaut und auch noch weiter
in das angeschlossene National Monument, in dem die Anlegesteege für die
Wassersportler liegen. Obwohl der Lake Powell als Freizeitgebiet beschrieben
ist, stellten wir hier, ähnlich wie am Lake Isabella, fest, dass sich alles auf
einen Punkt, die Wasserungsrampe, konzetnriert.Igendwie ganz anders als in
Europa.
Am
Damm schlugen wir dann noch viele Fliegen mit einer Klappe, indem wir an einer
Führung teilnahmen: 1) Wir machten die einzige möglich Aktivität bei dem Wind,
2) wir schlugen die Zeit tot, bis unser Zimmer fertig war, 3) wir hatten einen
tollen Damm mit Kraftwerk gesehen sparen uns den Hover Damm, dessen Gebühren
und gewinnen einen Tag entspannen am Pool in Las Vegas. Am Glen Canyon Dam kann
man kostenlos an einer 45 minütigen Führung teilnehmen, bei dem man im inneren
des Damms viele interessanten Infos bekommnt und das 13 Gigawatt Kraftwerk
sehen kann. Wir fanden das toll. Die Führung findet alle 30 Minuten statt und
ist aud 20 Personen limitiert. Man muss sich kurz vorher anmelden.
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Check-In Versuche |

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Zurück
im Hotel (ca. 17:00 Uhr Arizona Zeit) war unser Zimmer immer noch nicht fertig.
Ich stellte mich also 20 Minten später ein drittes Mal in der Schlange vor dem
Check-In an. Ein kurzer Blick auf unsere Reservierung informierte mich, dass
wir hätten um 15:00 Uhr einchecken können. Und das in einem Mariott Coutyard.
Das konnte ich mir dann nicht nehmen lassen, anzumerken – vielleicht hätten wir
ja nochmal 10 Dollar sparen können. Ich habe aber bewusst nichts konkretes
verlangt – es war wirklich viel los dort. Außerhalb der Hörweite der
nachfolgenden Gäste (deren Zimmer alle noch nicht fertig waren) bekam ich dann
einen Gutschein für zwei Dinners im hoteleigenen Restaurant. Ein toller Zug!
Das
Mariott Coutyard in Page ist absolut genial – ein richtiges Hotel mit einem
richtigen Pool und einem super Restaurant und tollen Zimmern. Und das beste:
man hört die Klimaanlage des Nachbarn nicht! Wir haben dann noch ein bisschen
im Hot Tub entspannt.
Das
Dinner war wirklich spitze! Tolles Essen, toll zubereitet. Wir hatten mal etwas
anderes als Burger oder Pizza. Obwohl wir nur davon ausgegangen waren, dass
unsere Coupons nur den Hauptgang umfassten, war alles mit drin. Das war echt
ein Super-Deal!
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Wrap up |

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Gefahrene Meilen: 290 Hotel: Mariott Coutyard Page (bestes Hotel, definitv alles da!) Eindrücke Alex: Titel des heutigen Tages: „Vom Winde verweht“ (wortwörtlich)! Der heutige Tag haben wir fahrend verbracht. Ich empfand Teile der Strecke als recht trostlos und öde – hing aber auch vermutlich an dem Sandsturm – der schon für meine Begriffe recht heftig über die Steppe fegte. Da kam bei mir auch nicht so recht die Begeisterung auf, als die monumentalen Berge als Umrisse im Sturm auftauchten. Ich war daher auch recht froh, dass wir direkt nach Page durchfuhren – hatte auch einen Durchhänger. In Page bzw. am Glen Canyon Dam war es dann sehr schön und die Führung durch den Dam hochinteressant (habe sowas bisher auch noch nie gesehen). Das Mariott-Hotel ist super spitze!! Das Essen war fantastisch und trotz des Windes konnte man in dem Hot Spa schön entspannen! Eindrücke Mike: Das war ein erholsamer Tag – trotz Sandsturm. Wir sind jetzt auf der Zielgeraden und haben unsere Knochen ein wenig entspannt. Wenn morgen das Wetter gut ist, sehen wir den Antelope und den Grand Canyon. Ich freue mich auf die letzten Tage!
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