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Wieder rein in den Arches Nationalpark

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Dieses miese Motel legt immer noch einen drauf. Es war bisher eine gerade so erträgliche Bude, hat es zumindest mir in der letzten Nacht den Schlaf geraubt. Die Klimaanlage des über uns liegenden Zimmers gibt einen extrem tiefen und lauten Summton ab und offenbar wohnen dort Menschen, die so ein prähistorisches Teil die ganze Nacht über laufen lassen. Mich jedenfalls hat das Geräusch fast den ganzen Schlaf gekostet und ich bin mit Kopfschmerzen aufgewacht. Die House-Keeperin sollte uns später am Tag erklären, dass alles in Ordnung sei und dann das doch nicht laut wäre. Wer kann: Bitte bitte meidet das Apache Motel in Moab! Woher sollen wir aber jetzt ein anderes Motel bekommen? Am Memorial Day Wochenende? Nicht, dass wir nicht schon am Mittwoch gesucht hätten, aber Moab ist voll! Da werden wir wohl oder über noch eine solche Nacht dranhängen müssen.

Wir wollten uns dann von den Kopfschmerzen und der schlaflosen Nacht nicht noch den Tag verderben lassen und sind erstmal ins Mondo abgezockelt um ein wenig zu essen, Kaffee zu trinken und zu internetten. Von dort gings dann noch direkt zur Tankstelle, wo wir zum ersten Mal auf unserer Reise weniger als 3 Dollar pro Gallone bezahlt haben; 2,99!

Und schon waren wir wieder auf dem Weg in den Arches Nationalpark um den geplanten Devils Garden Trail anzugehen.

Dieser startet gaaaaaaanz am Ende des nicht enden wollenden Scenic Drives. So gegen 9:00 Uhr ging es dann los. Wir waren wieder gleich voll ausgestattet wie gestern und hatten genug Wasser eingepackt. Voll beladen zockelten wir zunächst direkt zum Landscape Arch. Hier war 1991 ein großes Stück herausgebrochen und die Rancher meinen, es könne jeden Tag mit dem Arch vorbei sein. Deshalb haben wir uns auch ein bisschen beeilt und haben die auf der Stecke liegenden Pine Tree und Tunnel Arch erst einmal zurückgestellt.


Devils Garden Trail

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Nach dem Landscape Arch kamen wir an einer weiteren Abzweigung vorbei. Hier ging es zum Navajo und zum Partition Arch. Auch diesen Ausgang wollten wir lieber später angehen, wenn wir dann noch Lust und Kraft hatten.

Weiter ging es über einen doch recht „primitiven“ Weg. Zunächst waren wir ein wenig verwirrt, weil statt des geraden Weges auch den „primitive Loop“ gibt, der über schweres Gelände geht. Als dann auch der „normale“ Trail als „primitive“ und schwer deklariert wurde mussten wir schon zweimal schauen. Es war aber der richtige Weg. Über einige Fins – das sind die hohen Steinscheiben, aus denen dann die Arches werden – hinweg ging es weiter Richtung Double-O-Arch. Dort gibt es ein kleines Loch unter einem großen. Das sieht schon irgendwie interessant aus.

Von diesem Ende des Trails kann man nun noch zum Dark Angel laufen. Das haben wir aber dann doch sein lassen, weil ich wieder viel zu viele Fotopausen eingelegt hatte und es schon 11:00 Uhr war.

Heute kamen wir schon viel besser mit der Hitze zurecht als gestern. Deshalb haben wir dann auf dem Rückweg die vier Arches noch mitgenommen, die wir vorher zurückgestellt hatten. Jeder für sich ist ein eigenes Naturschauspiel und wunderschön.

Da wir immer noch recht fit waren, als wir um 13:00 wieder am Trailhead angekommen waren, haben wir nach den 8,5km am Devils Garden noch den Windows-Trail mit 1,8km gemacht. Hier sieht man mehrere Arches nebeneinander – wie an einer Hauswand mit Fenstern.

Danach gings dann aber auf zum Canyonlands Nationalpark. Da gibt es nämlich noch einen Arch zu sehen.


Canyonlands Nationalpark

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Der Canyonlands Nationalpark ist ein riesiges Terrain, in dem der Green River und der Colorado River zusammenfliessen und jeder für sich eigene riesige Canyons in den Fels schneidet. Auf unserem Weg dorthin haben wir noch jeder ein Würstchen verdückt und auf dem Campingplatz an der Abfahrt zum Canyonlands Nationalpark.ein paar Kolibris an einer Vogeltränke bewundet – faszinierende Tiere!

Der eigentliche Park ist ein drei Distrikte unterteilt: „Island In The Sky“ ist von Moab aus am schnellsten erreichbar. Auch „The Needles“ sind über den Highway von Moab aus erreichbar. Nur „The Maze“ muss mit dem Boot oder per Schotterpiste über Hanksville angefahren werden. Hier gibt es dementsprechend auch keinen Scenic Drive. Den brauchten unsere müden Knochen aber heute – eine weitere größere Wanderung war nämlich nicht mehr geplant. Das ist natürlich auch im Canyonlands Nationalpark ein großer Fehler! Der Park ist so groß und so schön, der macht sicherlich erst richtig Spaß wenn man ein paar Tage im WoMo oder mit dem Zelt darin unterwegs ist!

Wir jedefalls hatten ja nicht mehr viel Zeit und sind den Scenic Drive des „Island In The Sky“ hinunter bis zum Grand View Point Overlook gefahren. Dort hat man einen gigantischen Ausblick über die unvorstellbaren großen Canyons die die beiden Flüsse hier gegraben haben. Wirklich großartig!

Auf dem Rückweg hielten wir dann noch an ein paar Overlooks an um die Canyons zu bestaunen. Wenn man schwere Beine hat ist das dort schon ziemlich schade, der Park verdient definitv mehr Zeit, er war bei uns aber wirklich nur optional. Beim nächsten Mal ist er Pflicht!

Wir haben dann doch noch die kleine Wanderung zum Mesa Arch gemacht. Der Bogen steht direkt vor dem Rim des Canyons – dahinter beginnt das riesige Becken des Colorado River. Bei diesem Anblick wurde uns klar, warum Leute mitten in der Nacht aufstehen um hier den Sonnenaufgang mitzuerleben. Für einen echten Fotografen muss das fast das Größte sein.

Wir stellten uns höflich in die Schlange derer an, die im Arch fotografiert werden wollten und bekamen dann auch eine nette Bild mit uns beiden.

Nach der Rückfahrt haben wir uns dann noch am Pool ein wenig entspannt um uns auf die kommende, brummdende Nacht vorzubereiten. Gleich gibt’s dann noch lecker Sandwich bei Eddi McStiffs ältester legalen Brauerei in Moab (seit gigantischen 15 Jahren!) – natürlich mit Coupon!


Wrap up

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Gefahrene Meilen: 134
Hotel: Apache Motel Moab (wer kann: wegbleiben!).

Eindrücke Alex:
Der Devils Garden Trail war ein sehr toller und aufregender Trail, vor allem wenn man das ein oder andere „Free Climbing“ über die Felsen macht und links von einem nur noch der Abgrund kommt – der Blick war auf alle Fälle atemberaubend.
Die Arches sind einfach toll und jeder anders und eindrucksvoll.
Den Canyonlands Nationalpark mussten wir leider etwas stiefmütterlich behandeln, da unsere erste Prio auch der Arches NP war. Der Canyonlands Nationalpark ist dann auf alle Fälle das nächste Mal an der Reihe.
Wie Mike schon sagt, ist das Motel wirklich das schlechteste das wir bisher hatten und noch nicht mal das man sagen könnte – es war halt günstig. Naja, jetzt müssen wir nur noch eine Nacht im „Maschinenraum“ verbringen und flüchten jetzt erst einmal wieder zum lecker Sandwich essen!

Eindrücke Mike:
Das war unser letzter Tag in Moab. Der Arches Nationalpark ist eine tolle Sache. Man muss nur an der Wetter gewöhnt sein und ein bisschen mehr Zeit haben. Ich glaube, wir haben trotzem alle wichtigen Arches gesehen. Den Cayonlands Nationalpark nehmen wir nächstes Mal sicher ins Programm. Da kann man tolle Strecken wandern und auch biken. Lediglich das sehr schlechte Apache Motel wirft bei mir einen Schatten auf meine Erinnerung an Moab. Beim nächsten Mal kommen wir nicht am Memorial-Day-Wochenende und erhöhen das Budget für eine gut Bleibe – wie übrigens ALLE anderen Motels / Hotels bisher waren! Nicht das jemand denkt, ich wäre ein notorischer Nörgler. Von denen hatte aber keine die Klimaanlage Marke „Cheerleader“.

USA Westen 2006


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