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Bryce Canyon National Park

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Stahlende Sonne und blauer Himmel. So begann heute unser Tag im Bryce Canyon Nationalpark. Nachdem wir festgestellt hatten, dass es aufgrund der großen Menge an deutschen Gäste zu längeren Wartezeiten im hoteleigenen All-You-Can-Eat-Pancake-Laden kommen würde, begnügten wir uns mit einem Muffin „To-Go“. Dieser sollte später ziemlich schwer im Magen liegen.

Wir fuhren also von Tropic hoch zum Bryce Canyon Nationalpark. Auf den Gelände des Monopolisten „Ruby“, also im Ruby´s Inn stellten wir uns brav in die Schlange hinter – naaaa – mal wieder eine ganze Schulklasse um einen Kaffee zu bekommen. Die Verhaltensregeln sind dort in allerherren Sprachen angeschlagen. Deutsch ist die zweite nach Englisch. Der Grund war offensichtlich, besser gesagt „offenhörbar“.

Das Ruby´s Inn hat bei uns nicht den allerbesten Eindruck hinterlassen – hier können Besucher in großen Mengen effizient abgefertigt werden. Die Bedienung sahen wir ürigens heute Abend in unserem Grocery Store in Tropic wieder, als sie dann in einer der hinteren Straßen verschwand.

Nun mussten zunächst Alex´ Sorgen zerstreut werden, der Peek-A-Boo Loop sei geschlossen. Wir fuhren also nochmal ins Vistor Center und liessen uns umfassend beraten. Alex hatte schon fast richtig gelesen: Der Verbindungsweg vom Bryce Point zum Peek-A-Boo Loop war auch tatsächlich geschlossen, jedoch nicht der Loop selbst. Wir entschieden uns also für die magische 8, eine Kombination aus Navajo Loop, Peek-A-Boo Loop. Sollte die Kraft und die Zeit ausreichen wollten wir zurück noch den Queen´s Garden Trail und den Rim Trail vom Sunrise zum Sunset Point nehmen.


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So ging es also am Sunset Point los, nachdem mich Alex aufgeklärt hatte, dass man Sunrise und Sunset nicht zu den im Namen enthaltenen Zeiten fotografieren soll, sondern umgekehrt – sonst hat man ja immer Gegenlicht. Naja, mir als Foto-Legastheniker wäre das auch nicht aufgefallen – japanische Technik arbeit da voll dagegen.

Der erste Blick vom Sunset Point auf die darunter liegenden HooDoos ist bombastisch. Da freut man sich richtig auf die bevorstehende Wanderung durch den Park. Wir stiegen als vom Rim hinab in das erste Tal und dann mitten durch die HooDoos – ein gigantisches Schauspiel, was man da zu sehen bekommt! Die HooDoo selbst sind Gesteinsformationen, die durch die Witterung und Erosion geformt werden und vom ausgewaschenen Gestein zurückgelassen werden. Es gibt sie in rot, orange und weiss – und auch kombiniert. Dafür sind verschiedene Metalle und Mineralien verantwortlich. Das Gestein ist ganz weich und man kann sich bildhaft vorstellen, dass die Formung kontinuierlich weitergeht.

An der Gabelung des Navajo Loops gingen wir dann über die kurze Verbindung zum Peek-A-Boo Loop. Hier wieder der gleiche Effekt wie gestern: Waren wir auf dem als mittel ausgewiesenen Navajo-Loop noch von vielen Gleichgesinnten umgeben, wurden es auf dem Peek-A-Boo Loop (angeblich schwer) schlagartig deutlich weniger.


Unsere Wanderung: Die grosse 8

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Der Peek-A-Boo Loop ist ein 3 Meilen langer Rundweg durch die verschiedensten HooDoo Formationen. Es geht permanent bergauf und bergab vorbei an der Wall Of Windows und verschiedenen anderen Sehenswürdigkeiten. Nach jeder Kurve sieht die Region wieder komplett anders aus. Man kann gar nicht aufhören zu fotografieren. In den HooDoos konnte Alex verschiedene Gestalten erkennen, wie z.B. einen Coyoten, einen Schlumpf oder eine Gruppe von Häuptlingen, die Pfeife rauchen. Es war wirklich ein beindruckender Weg. Ich glaube, wer diesen Weg nicht gelaufen ist, hat den Bryce Canyon nicht gesehen.

Am Ende des Loops gingen wir dann wieder über den Verbinder zurück. Auf einer Rast wurden wir von einem kleinen Squirrel um Essen angebettelt. Es hatte wohl die Äpfel in unserer Tasche gerochen und machte brav Männchen. Wir haben uns aber an die Regeln gehalten und dem Tierchen nichts gegeben.

Wir hatten dann wirklich noch Kondition und sind über den Queen´s Garden Trail und den Rim Trail vom Sunrise zum Sunset Point zurückgelaufen.


Der Scenic Drive

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Nach dieser aufregenden Wanderung wollten wir dann auch noch den Rest des Parks sehen und fuhren mit dem Wagen den Scenic Drive bis zum Rainbow Point hinunter. Hier muss ich jetzt mal sagen, dass ich es ziemlich schwach finde, dass man hier noch mit dem Auto fahren darf. Nach dem Bryce Point kommen ohnehin fast keine Campgrounds mehr. Das Shuttle fährt erst ab dem 26.05. und dann auch auch nur bis zum Bryce Point. Hier kann sich der Bryce noch mindestens eine fette Scheibe vom Zion abschneiden. Der Shuttleverkehr läuft dort super und reibungslos – interessant fanden wir dort auch die Erläuterungen der Ranger, die die Busse gefahren haben. Das würde für den Bryce Canyon National Park auch prima funktionieren.

Naja, jedenfalls fuhren wir dann zum Rainbow Point und machten dort noch den Bristlecone-Loop um u.a. zum Yovimpa-Point zu gelangen. Vor dort hat man eine herrliche Aussicht auf das gesamte Plateau, wie auch vom Rainbow Point.

Auf dem Rückweg haben wir dann noch den Natural-Brigde-Point und den Bryce Point angesteuert.

Da muss ich echt sagen, wer nur den Scenic-Drive mit den View-Points abfährt, verpasst ja den ganzen Park! Man sieht ein paar HooDoos und ggf. das Amphitheater von oben. Es entgehen einem aber die abertausenden unterschiedlichen Views auf die HooDoos, die man unterhalb des Rims erleben kann.

Leider waren hier die interessanten Trails nicht behindertengerecht. Rollstuhlfahrer können aber große Teile des Rimtrails machen.

Nachdem es in der Lodge kein Eis gab, schafften wir dann unsere müden Knochen wirder zurück nach Tropic, wo es – natürlich im Grocery Store – dann auch für uns ein teures Eis gab. Mal sehen, ob wir heute einen Platz im „Hungry Coyote“ bekommen


Wrap up

Gefahrene Meilen: 62
Hotel: Bryce Valley Inn Tropic (gutes Hotel mit Restaurant nur 7 Meilen vom Park entfernt).

Eindrücke Alex:
Ein phantastischer Nationalpark mit tollen Wanderwegen und einer einzigartigen Kulisse!! Wahnsinn was die Natur so alles hervorbringt und bewirkt – so Felsformationen bekommt man nirgendwo sonst zu sehen. Hier einen ganzen Tag zu verbringen lohnt sich auf alle Fälle.

Eindrücke Mike:
Das ist wieder ein ganz anderer und ebensfalls wunderschöner Nationalpark. Wir sind wirklich viel gelaufen – insgesamt 12km. Für meine lieben, nordic-walkenden Eltern: diese 12km gehen permanent auf und ab, es gibt eine einfache Höhendifferenz von 535m, die wir locker mal 5 mal mitgemacht haben und das ganze dann auf 2500m Höhe. Das ist schon eine andere Art Wanderung als in der Vorderpfalz!

USA Westen 2006


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