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Von Pahrump nach Hurricane

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Nach dem Auschecken aus dem bisher komischsten Hotel verliessen wir dann auch Pahrump recht schnell in Richtung Osten. Nach ca. einer Stunde wurde die Besiedlung auf einmal dichter und wir erkannten, dass wir schon in Las Vegas waren. Die ganze Art der Besiedlung hier im Westen erinnert mich doch schon sehr an die Bauweise von Orten und Häusern in Mexiko. Je mehr Wüste desto mehr gleichen sich beide Länder hier. In Mexiko ist natürlich die Infrastruktur bei Weitem nicht so gut ausgebaut wie hier.

Kurz vor der Auffahrt auf den Interstate Highway 15 Richtung Osten tanken wir unseren Trailblazer nochmal auf. Das Teil ist trotz moderater Fahrweise ein ganz schöner Schluckspecht: 12 Liter / 100km. Beim heutigen Nevada Spritpreis von 3,09$ pro Gallone macht das schon unter dem Srtich einen deutlich höheren Kilomterpreis als beim heimischen TDI und das trotz der deutschen Spritsteuer!

Kaffee musste natürlich auch noch mit.

Bis Hurricane ging es nun über 200km die Interstate 15 hinauf. „Ereignislos“ ist für diesen Trip ziemlich untertrieben – zumindest geht es zügig, man darf 75 Meilen fahren. Wir waren wieder die langsamsten. An machen Stellen wurden wir sogar von Trucks überholt, vor allem vor und in Baustellen. Seis drum. Wir haben wenigstens kein Ticket bekommen! Utah hielt es natülich nicht für nötig, ein Schild aufzustellen und an dem von Arizona ist Alex vorbeigerast.

Mal so nebenbei: Weiss jemand, wie das mit den Speed-Limits bei den gelben Schildern vor sich geht? Angenommen: Ein weisses Schild zeigt an: 65 MPH, vor einer Kurve steht ein gelbes Schild mit Kurve und 50 MPH. Ab wann darf man wieder 65 MPH fahren - vor allem, wenn mehr als eine Kurve kommt?


Zion National Park

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Wir waren trotz Vordrehens der Uhr auf Utah-Zeit noch vor 14:00 Uhr in Hurricane. Man war trotzdem so freundlich und lies uns schon einmal in unser Zimmer. Super Sache das – Wireless Internet, Kühlschrank, Microwelle, zwei Queen Betten und Frühstück – alles da für 37$ inkl. Steuer. Da nimmt man gern mal die 24 Meilen bis zum Zion NP in Kauf.

Dorthin gings dann auch umgehend – immerhin war der Tag noch jung. Nach einer kurzen Orientierungfahrt (vor den wichtigen Punkten wird Alex immer ganz nervös und fährt jede Ausfahrt an – es könnte ja ein Visitor Center sein, dem die riesigen Schilder ausgegangen sind!).

Das doch eher dürftige Visitor Center gab für uns nicht so viel her, außer dass es morgen regnen soll und der Narrow-Trail noch geschlossen ist. Wir wählten unter den „kürzer als 3 Stunden“ Trail den Emerald Pools Trail aus. Wir wollten von der Grotto aus starten und fuhren dementsprechend mit der Bimmelbahn dorthin.


Emerald Pools Trail

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Los ging es also auf dem Kayenta-Trail, der sofort einige Stufen in den Berg hinauf führt. Über ca eine Meile läuft der Weg entlang des Berges und windet sich dabei immer weiter hinauf. Die Flora und vor allem die Aussicht auf den Canyon ist hier bombastisch. Man bedenke, dass ist unser erster Tag in unserem ersten Canyon. Deshalb waren wir wirklich begeistert.

Wir sind dann noch ein kleine Stück den Lower-Pool-Trail hinunter zum Lower-Pool gelaufen. Bis auf den Wasserfall, der sich in die Pfütze ergiest war das weniger spektakulär. Wir stiegen also weiter zum mittleren und dann auch zum oberen Pool auf. Der letztere ist ein wirklicher kleiner Teich, in dem auch ein paar Kinder badeten. Für uns war das da oben eine toll Kulisse und wir haben ein wenig den Blick auf die überhängenden Felswände genossen, bevor es wieder bergab ging.

Weil ich auf dem ganzen Trail jedes Sankorn mit unterschiedlichen Einstellungen der Kamera fotografieren musste, brauchten wir für den ganzen Trail ca. 3 Stunden. Ernsthafte Wanderer sollen das in 1,5 bis 2 Stunden schaffen. Die haben dann aber auch keine Gigabytes an Bildern!

Ziemlich zufrieden und müde gings dann zurück nach Hurricane, wo wir noch in JB`s Restaurant Burger und Pasta eingefahren haben. War ganz gut und günstig. Ich habe diesmal vorsichtshalber gefragt, wie in diesem speziellen Laden zu dieser speziellen Zeit heute das Trinkgeld gegeben wird. Hierzu kann man durchaus auch ein Buch schreiben. Entgegen der Texas Cattle Company in Ridgecrest gibt man hier das Trinkgeld nicht beim Bezahlen an der Kasse sondern direkt am Tisch. Beim nächten mal spielen wir Schnick-Schnack-Schnuck.


Wrap up

Gefahrene Meilen: 247
Hotel: Travelodge Hurricane (billigstes Hotel aber trotzdem mit allem). 

Eindrücke Alex:
Die Fahrt zum Zion NP ging relativ schnell vorbei. Der Zion NP finde ich fantastisch und wunderschön, besonders auch zum Wandern. Da wir beide so eine Landschaft auch noch vorher nie gesehen haben – war das alles schon beeindruckend. Auf alle Fälle lohnt der Zion NP sich und ich bin schon gespannt auf die Trails, die wir uns für morgen vorgenommen haben. Leider ist der Narrow Trail noch geschlossen – mal sehen, wie weit wir bis dahin kommen.

Eindrücke Mike:
Wieder ein toller Tag mit einem tollen Nationalpark. So kann das gerne weitergehen. Kurze Wanderungen kombiniert mit Fahrten im Shutteln gestalten den Zion NP sehr angenehm. Das Panorama ist atemberaubend. Auch das Hotel ist eine positive Überraschung. Alles sauber, es gibt Internet, Pool und Spa und Frühstück und das ganze für 37$ inkl. Steuer!

USA Westen 2006


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