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Von Three Rivers zum Lake Isabella |

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Und
weiter gings heute nach Ridgecrest. Nach unserem elendig langen Abstieg vom
Giant Forest nach Three Rivers haben wir uns entschlossen, nicht mehr bis dort
hinauf zu fahren sondern am Parkeingang eine kleine Wanderung zu machen und
dann später noch den Lake Isabella zu untersuchen.
Gesagt,
getan. Es ging also zurück zum Parkeingang, wo heute auch eine Besatzung zu
finden war. Wir zahlten also brav unsere 50 Dollar und fuhren weiter zum
Visitor Center. Hier angekommen fragten wir nach schnellen, einfachen Trails in
der Umgebung. Man nannte uns einen ganz speziellen Abstieg zum nahegelegenen
River.Das war auch ein ganz toller aber auch extrem kurzer Trail. Die Kulisse
dagegen war wirklich spitze! Ein mächtiger Strom stürzte sich den Berg hinab.
Hier haben wir unsere erste kleine Schlange gesehen.
Nach
dem kleinen Abstecher ging es dann wieder zurück zum Hotel, wo wir unsere
Koffer packten und dann auch aufbrachen, Richtung Visalia.
Auf
der Fahrt haben wir uns dann entschieden, nicht über die Interstate 99 und
Bakersfield zu fahren, sondern wieder ein wenig Landluft zu schnuppern und
durch die Wallachei zu gondeln. Bei Exeter gings dann ab Richtung Highway No.
65. Kurz nach der Kreuzung kam dann der Verkehr zum Erliegen. Wir wollten es
zuerst nicht glauben, als wir sahen warum: mehrere Cowboys mit authentischen
Hüten und Stiefeln trieben eine Rinderherde vor sich her. Unfassbar! Nach ca 15
Minuten hatten sie die neue Weide erreicht und es ging auch bei uns weiter.
Und
weiter und weiter und weiter. Irgendwo im Niemandsland ging es dann ab auf den
Highway No. 155. Dieser führte uns wieder Serpentinen auf und Serpentinen ab …
eine halbe Ewigkeit lang … durch eine ganz neue Landschaft: karge Berge mit
riesigen Rinderweiden, später dann wieder durch den Sequoia National Forest.
Hier und da stand dann auch so ein Rindvieh auf der Strasse herum. Da macht man
den Warnblinker an und schaut mal, wo das Rindvieh hinwill. In den Wälder
(wieder über 6.000 Fuß hoch) hätte man sicher auch ganz toll wandern können.
Aber wir wollten ja zum Lake Isabella … immer einen See im Kopf, wie wir ihn
von daheim kennen.
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Lake Isabella |

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Als
wir dann endlich am Lake Isabell ankamen traf und erst einmal der Schlag … zum
einen weil es brutal heiß war und zum anderen, weil hier alles furchtbar öde
war. Aus einem solchen See würden Deutsche ganz sicher massiv Tourismus-Kapital
schlagen. Hier gibt es nicht einmal einen Eistand oder ein Cafe am See. Nur ein
Visitor Center mit Infos zum Sequoia Park. Es gab dann zwei kleine Steege, sog.
Marinas, wo man ein Motorboot hätte
mieten können (um dann den See für uns zu haben). In Summe haben wir 3 Menschen
gezählt, die sich am Wasser aufgehalten haben. Naja, es gab ja auch keine
Bänke, Duschen, oder sonst etwas, das zum Baden eingeladen hätte. Wir sind dann
noch solange am Ufer entlang gelaufen, bis Alex einen roten Kopf hatte. Es war
jetzt erst 14:30 Uhr und bis Ridgecrest sollten es noch 1:30 Stunden sein. Wir
hatten irgendwie wirklich gedacht, hier gäbe es mehr zu sehen oder tun
(zumindest dass man sich hätte mal ein bisschen ans Wasser setzen können). Den
Aufstieg in den Giant Forest hätte zeitlich problemlos geschafft und eine
Wanderung hätten wir dort oben auch dranhängen können.
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Vom Lake Isabella nach Ridgecrest |

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Also
fuhren wir dann einfach weiter nach Ridgecrest. Auf dem Highway No. 178 war
wohl gerade eine neue Teerschicht aufgetragen worden – so gabs mal wieder zu
sehen, wie hier so an Strassenbaustellen gearbeitet wird. Die Leute mit den
Flaggen mitten im Nichts tun uns dann immer sehr leid.
In
Ridgecrest angekommen wurden wir erst mal befragt, woher wir kämen und wohin
wir wollen. Die Leute waren ganz geschockt, dass in Deutschland der Sprit noch
teurer ist als hier. Die Spritpreise sind aber hier im Moment eines der
beherrschenden Themen.
Weil
wir jetzt noch so viel Zeit hatten und es wirklich kaum zum Aushalten war vor
Hitze haben wir uns noch an den Pool gelegt. Ein paar Stunden Ausspannen haben
uns dann auch mal ganz gut getan. Für die morgige Reise durch das Tal des Todes
haben wir dann noch genug Wasser und Obst eingekauft (und Brownies für mich und
Chips für Alex). Mal hoffen, dass das reicht.
Zum
Ausklang gings dann zur Texas Cattle Co. Wo es für uns Nachos und El Paso
Burger gab. In diesem Laden bin ich endlich in Amerika angekommen. Es gab Pepsi
in Literkrügen und auch Gäste, wie man sie sich in einem American Diner
vorstellt. Das war ein toller Laden … mit einem neuen Modus beim Bezahlen. Ich war noch am Kauen (zugegeben schon an Alex´
Burger) als man uns ungefragt die Rechnung präsentierte. Und schwups war dann
das Geschirr weg und wir maschierten zum Tresen vor. Als ich dann auch Mangel
an Kleingeld den Tip auf die Kreditkartenabrechnung aufnahm, erntete ich ein
kleine Grinsen. Was habe ich hier falsch gemacht?
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Wrap up |

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Gefahrene Meilen: 201
Hotel: Econo Lodge Ridgecrest (gutes, sauberes Hotel zu fairem Preis).
Eindrücke Alex: Die Fahrt war sehr
anspruchsvoll und durch das ständige Serpentinenfahren recht anstrengend, lohnt
sich aufgrund der Gegend allemal. Den Lake Isabella fand ich dahingehend
beeindruckend, dass in so einer Einöde und trockenen Landschaft so ein
künstlich angelegten See zu finden war, aber außer Bootfahren konnte man an dem
See eigentlich sonst nichts, außerdem war mir auch denke ich hier die Luft
etwas zu dünn und heiß. Die lange Fahrt wurde auf alle Fälle durch die
verdiente Entspannung in Ridgecrest belohnt und dem leckeren Burger und den
Nachos.
Eindrücke Mike: Auch heute hat mir die
Fahrt nicht viel ausgemacht. Im Nachhinein betrachtet wäre es sicher sinnvoller
gewesen, noch einmal in den Sequoia Park zu fahren. Jetzt wissen wir es besser
und machen es sicher nächstes Mal auch anders. Am Lake Isabella vorbei zu
fahren, reicht allemal aus. Wegen der tollen und sehenswerten Straße lohnt es
aber immer.
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