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Chinatown

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Nach dem herrlichen aber auch anstrengenden Tag gestern wollten wir heute nach der Devise „Schone Deine Füsse“ vorgehen und unsere One-Day-Passes für die San Francisco Muni voll ausnutzen. Ein Blick aus dem Fenster verriet uns auch schon: Was ein Glück haben wir GESTERN unsere Radtour gemacht. Heute konnte man nämlich weder die Golden Gate Bridge sehen noch kurze Arme tragen … brrr. Was ein Glück habe ich gestern die hochwertige San Francisco Fleece Jacke erstanden. An meine eigene von Tchibo zu denken, war ja am Freitag zu viel verlangt. ;-)

Wie wir entsetzt feststellen mussten, fährt in der Lombard Street in unserem Abschnitt kein Bus. Wir mussten daher einen Block weiter zur Chestnut laufen, wo wir auch direkt in die Linie 30 eingesteigen sind. Mit der wollten wir dann auch bis nach Chinatown fahren. Hier sind wir dann auf der Stockton ausgestiegen, die die eigentliche Hauptstrasse der Chinesen darstellt. Hier gab es dann auch all die frischen (vielleicht sogar noch lebendigen) Leckereien (Beine, Krallen, Rümpfe und ähnliches vom Huhn, Fisch nach Belieben mit oder ohne Kopf ...) zu sehen, die Alex noch aus London in guter Erinnerung hatte. Danach war dann auch chinesisches Essen wieder gestorben. Wir schlenderten ein wenig durch die Gassen und kamen am Schluss in Little Italy heraus.


Kreuz und quer durch Downtown San Francisco

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Von dort ging es dann weiter mit der Linie 30 bis zum Union Square. Den geschichtlichen Background des Platzes haben wir uns zwar angelesen aber etwas wirklich besonderes konnten wir hier nicht finden. Bei Victoria Secret war es Alex schon wieder schwummerig, weil die gute Vic vergessen hatte, Preise an Ihre Unterwäsche zu machen. Das kommt Alex immer etwas spanisch vor und mit unseren 30 Dollar in der Tasche wären wir sicher auch nicht so weit gekommen. An der Ecke des Francis Drake Hotels haben wir uns bei einem Käffchen gestärkt und nächsten Schritte festgelegt.

Wir liessen es dann langsam angehen und haben erst einmal einen Abstecher zur Touri-Info gemacht. Von dort gings es dann zu den Yuerba Buena Gardens. Hier findet gerade die Java One Konferenz statt. Deshalb ging es hier sehr langsam voran. Dann haben wir erst einmal exzessiv Gebrauch von den Cable Cars gemacht. Los gings mit der Powell & Hyde Cable Car Line von Powell und Market Street Station. Der Zug war gut gefüllt mit den asiatischen Freunden, die wir gestern an der Lombard Street gesehen hatten. Außerdem habe ich nicht sofort kapiert, wie man einsteigen muss – jedenfalls saßen wir dann innen im Wagen und konnten außer unserem Gegenüber nicht wirklich viel sehen.

Wir hatten ohnehin geplant, von der Endstation der Cable Car, der Beach Street mit der Tram Linie F rund um Downtown nach Castro zu fahren. Dort würden wir Gelegenheit bekommen, bei Drumm die Cable Car Linie California zu benutzten. Die sollte weniger überfüllt sein. Und genau so war es dann auch. Hier haben wir dann Richtung Wharf gesessen und gefroren (da war halt Schatten)… aber wir haben wenigstens außen gesessen und in fahrende Autos hinein fotografiert. An der Kreuzung California / Powell sind wir dann wieder in die Cable Car Linie Powell & Hyde umgestiegen, wo wir lustigerweise den gleichen Wagen bekommen haben, mit dem wir vorher Richtung Fisherman´s Wharf gefahren waren. Diesmal ging´s dann aber in die Gegenrichtung zurück zur Market Street, wo wir wieder die Tram Linie F bestiegen haben und vorbei am Civic Center bis zur Endstation Castro gefahren sind.


Castro, Haight Ashbury & Golden Gate Park

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In Castro haben wir uns dann gewundert, was genau jetzt hier so besonders sein soll … außer dass es kaum Frauen gab. Die Häuser jedenfalls waren mit Nichten bunter als in den Stadtteilen der Heteros. Als nächstes hatten wir den Golden Gate Park auf dem Programm. Das machte von der Church Street die Linie 21 und später von der Haight die 71 nötig. In der Gegend um Haight Ashbury wurde es mir dann immer mulmiger. Hier versammelten sich ein paar sehr dubiose Gestalten. Als wir letztes Jahr am 8. Mai in Berlin am Alexander Platz waren, haben wir einige von denen schon mal gesehen. Die hatten auch die gleichen Schäferhunde ohne Leine. Die Anzahl nahm dann Richtung Park immer noch zu.

Alex wollte ganz gern in den japanischen Teegarten. Da aber im Golden Gate Park nur ca. alle 5km ein Wegweiser aufgestellt ist und überall Wege und Strassen sind, haben wir uns katastrophal verlaufen. Ziemlich schnell war dann auch der Park zweitrangig – wir wollten einfach nur noch raus und uns wieder orientieren können. Mal davon abgesehen waren die Temperaturen hier jetzt unter 10 Grad Celsius gefallen. Als wir dann endlich an einem Parkausgang herauskamen stellten wir mit Erstaunen fest, dass wir gar nicht im Norden an der Fulton Street waren, sondern im Süden an der Lincoln. Das war verkehrstechnisch soagr viel besser. Von hier sind wir dann wieder mit der 71 zurück nach Haight Ashbury gefahren.

An der Ecke Haight & Belvedere haben wir dann auch sofort die Taqueria gefunden die wir gesucht hatten, das El Balazo. Die Burritos sind Weltklasse. Für mich persönlich war es eine schöne Erinnerung an mein halbes Jahr in Mexico City. Das Essen war fast authentisch – außer dass man in Mexiko keine Burritos kennt. Deshalb hatte ich eine Quesadilla mit Pollo und Salsa Verde und die WAR authentisch und hat viele schöne Erinnerungen zurückgebracht.

Von hier sind wir dann zum Abschluss unseres Abstechers nach San Francisco mit der Linie 43 zurück zur Lombard Street gefahren und waren dann auch schnell wieder zum Aufwärmen in unserem Hotel.


Wrap up

Gefahrene Meilen: 0
Hotel: Buena Vista Motor Inn (flexibel, Tiefgarage, große Zimmer).

Eindrücke Alex:
Heute war ich schon besser direkt mit Pullover UND Jacke ausgerüstet als wir mit unserer Sightseeing-Tour weitermachten. Das Fahren mit der Cable Car war ein einmaliges Erlebnis. Der Golden Gate Park dagegen eher enttäuschend – was zum einem am Wetter und den wenigen Informationen hing (vielleicht dadurch, dass wir nicht aus der herkömmlichen Richtung kamen ?) und zum anderen das hier sehr wenig los war. Das mexikanische Essen dagegen war super und der vegetarische Burrito lecker!

Eindrücke Mike:
Was ein Glück haben wir gestern den schönen Tag genutzt. Heute war es kalt und diesig. Im Golden Gate Park war es mir schon recht schwummrig. Es mag sein, dass der Park bei schönem Wetter ganz nett ist, aber ich habe ihn eher negativ in Erinnerung. Die Cable Cars und das El Balazo waren aber super!

USA Westen 2006


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