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Ein herrlicher Morgen - schnell zur Golden Gate Bridge

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San Francisco – ein schöner, heller Morgen. Nachdem wir uns am weniger reichhaltigen Frühstück des Buena Vista Motor Inn gelabt hatten, haben wir umgehend beschlossen, sofort zur Golden Gate Bridge zu laufen. Es war strahlender Sonnenschein und auch im Westen kaum Wolken zu sehen. Wir könnten Glück haben und der Eingang zur Bucht wäre wolkenfrei.

So liefen wir also die Gough Street hinunter Richtung Fort Mason. Als wir aus den Häuserschluchten hervorkamen konnten wir sie schon sehen – die Golden Gate Bridge. Einer der Gründe, warum wir hier her gekommen waren. Hinter der Brücken waren zwar noch ein paar Wolken, aber die Kulisse war für uns als Ersttäter sehr beeindruckend.

An der Uferpromenade trafen wir dann auf einen Spaziergänger, der uns erklärte, wie sich das meistens mit dem Nebel verhält. Er erzählte uns auch, dass die Sportfischer gegen Mittag vom Fischen zurückkehren und dann für ca. 10$ pro Person eine kleine Hafenrundfahrt machen. Das sein eine Super-Alternative zu den offiziellen Rundfahrten. Mal sehen … vielleicht morgen. Vielleicht ist es ja für andere ein guter Tip. Die Boote legen zwischen 13:00 und 14:00 Uhr an den Piers ab.


Mit dem Bike über Golden Gate

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Später kamen dann noch ein paar Radfahrer vorbei, von denen wir ein Bild machen sollten. Sie waren so freundlich, uns einen Flyer ihres Vermieters da zu lassen. Wir beschlossen dann kurzfristig, unsere geplante Radtour vorzuziehen und schon heute über die Brücke nach Sausolito zu radeln. Wir liefen als am Ufer entlang zur Fisherman´s Wharf, genehmigten uns einen Kaffe und liehen uns zwei Bikes aus. Der Weg entlang des Ufers ist zwar flach, aber der Gegenwind ist schon extrem. Je näher die Golden Gate Bridge kam, desto mehr Muffensauen bekam ich- leide ich doch ein wenig unter Höhen- und Weitenangst. Auf der Brück selbst war das aber gar kein Problem mehr. Der durch ein Hütchen getrennte 6 spurige Verkehr auf der Brücke war da schon gefährlicher.

Inzwischen hatte uns eine große Nebelbank eingehüllt und wir waren froh als wir in Sausolito im herrlichsten Wetter wieder herauskamen. Neben dem ausgeschilderten Vista Point fuhren wir auf der Abfahrt nach Sausolito auch noch ein paar mal rechts ran um ein paar gute Schnappschüsse zu bekommen.

Sausolito ist ein nette kleines Küstenstädtchen in der Bucht. Wir holten uns einen überteuerten Hamburger mit Fries und setzen uns an die Uferpromenade um unsere Fähre abzuwarten. Das herrliche Wetter hatte bei Alex schon eine rote Nase hinterlassen.

Nach einer Stunde machten wir uns dann auf zur Fähre, die uns für 6,50$ zurück nach San Francisco bringen sollte. Rund um Alcatraz fuhr die Fähre sehr langsam, so dass wir prima Bilder von der Insel machen konnten. Wir hatten schon im Voraus ausgemacht, Alcatraz nicht zu besuchen.


Nach ein bisschen San Francisco

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Am Ferry Building angekommen, wollten wir nun noch schnell unsere Muni Pässe für morgen besorgen und trauten uns dann doch, mit den Bikes in den Verkehr der Großstadt einzutauchen und fuhren die Market Street hinauf zur Ecke Powell, wo die zentrale Touri-Info ist. Ein Day-Pass für Muni (Busse, Tram, Cable Car) kostet heute 11$, ein Drei-Tages-Pass 18$. Wer also zwei Tage fahren will, sollte wissen, wie häufig er ein Muni-Verkehrsmittel einsteigen möchte – eine einfache Fahrt kostet 1,50$. Man kann die Pässe einfach kaufen und dann den Tag freirubbeln, an dem man sie benutzen möchte.

Es war nun schon 15:30 Uhr und wir hatten eigentlich noch ein bisschen was vor. So beschlossen wir kurzerhand, quer durch die Stadt zum Hotel zu fahren, ein bisschen Wasser aufzutanken und dann die Lomabrd Street hochzuzockeln. Gesagt, getan. Nur beim Hochzockeln haben wir dann doch aufs Hochschieben umgeschwenkt. Es ist mir unbegreiflich, wie jemand an so einer Strasse wohnen kann … so als Kind, das jeden Tag mit dem Rad unterwegs ist? Keine Chance! Die Abfahrt über den gewundenen Teil der Lombard Street war natürlich genial. Wir fühlten uns wie japanische Prominente … im Blitzlichtgewitter von hunderten Asiaten. Unten angekommen liessen wir es dann ausrollen und schafften es sogar noch zu Pier 39.

Hier haben wir uns ein nettes Restaurant ausgeguckt und die Räder dann wieder bei Fisherman´s Wharf abgegeben. Ich habe mir dort meine Hosenbeine wieder angeklipst und dann doch noch eine hochwertige SF Fleece Jacke für 12$ erstanden. Sinn war es, mich mit meinem kurzärmligen Hemd gegen die auf kommenede Kälte zu schützen. Ratet mal, wer die Jacke dann über Ihrem Pullover getragen hat.

Wieder am Pier 39 angekommen haben wir dann noch ein bisschen unter der Klima Anlage des Bubba Gump gefroren. Das Essen war aber ungleich besser … super Seafood mit einem super Ausblick in die Bucht. Ein toller Tag!


Wrap up

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Gefahrene Meilen: 0
Hotel: Buena Vista Motor Inn (flexibel, Tiefgarage, große Zimmer).

Eindrücke Alex:
Ein fast perfekter Tag. Die Golden Gate Bridge aus der Nähe zu sehen und sogar mit dem Fahrrad rüberzufahren ist schon gigantisch., auch die Skyline von San Francisco zu sehen, wenn auch schon wieder im Dunst (was bei dieser Stadt scheinbar normal ist) ist sehr schön.
Unser Programm rundete dann noch die Lombard Street und das gute Seafood –Essen ab. Der ständige und vor allem eiskalte Wind war für mich doch sehr unangenehm und ich mußte sogar auf das Angebot von Mike zurückgreifen, zusätzlich seine Jacke anzuziehen.

Eindrücke Mike:
Sicherlich einer der schönsten Tage überhaupt. Die Fahrt über die Brücke und die Lombard Street hinunter war ein einmaliges Erlebnis. Auch das Dinner am Pier 39 war spitze. Die Stadt ist viel viel kleiner, als ich sie mir vorgstellt habe. Das mag aber auch daran liegen, dass man mit dem Rad schnell vorankommt und somit auch mehr sieht. Wirklich ein guter Tip für alle: Tagesmiete 28$, im deutschsprachigen Touri-Info-Blättchen Chaperon gibt es 5$ Rabatt-Coupons.

USA Westen 2006


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